Wie Big Data Lösungen die Kosten für Nachhaltigkeit senken

Immer mehr Big Data Lösungen setzen in Sachen Nachhaltigkeit dort an, wo es in der Praxis scheitert: bei den Kosten. Mit der Analyse großer Daten kann man Prozesse mit geringem Aufwand optimieren und so Nachhaltigkeit mit Wirtschaftlichkeit vereinbaren.

Beispielsweise nutzte die auf nachhaltigen Wandel spezialisierte South Pole Group aus Nürnberg in einem Pilotprojekt bereits vorhandene Handydaten. Dabei war der Kostenfaktor überschaubar, der Effekt allerdings beachtlich.

80-prozentige Genauigkeit bei CO2-Voraussagen

Dank der anonymisierten Daten konnten die Nürnberger das Bewegungsverhalten der Handyuser in Großstädten berechnen. Damit konnten sie mit fast 80-prozentiger Genauigkeit die daraus resultierende Luftverschmutzung einschätzen. Üblicherweise kosten solche Studien, die Städteplaner im Kampf gegen zu hohe CO2-Werte als Basis nutzen, viel Geld. Die durch den neuen Denkweg ermöglichten Einsparungen könnten künftig das Interesse an solchen Maßnahmen erhöhen.

Nachhaltigkeit statt Food Waste mit Big Data

Hingegen setzt der Schweizer Mensa-Betreiber SV-Group und die Asien-Restaurantkette Nooch auf Big Data, um Food Waste zu reduzieren. In der EU landen jährlich fast 90 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll und tragen so zu einer negativen Umweltbilanz bei. Doch die erschreckenden Zahlen reichen nicht aus, um ein flächendeckendes Umdenken zu bewirken. Die Aussicht auf deutliche Einsparungen könnte allerdings vor allem in der Gastronomie Gehör finden.

Deshalb testen Nooch und SV-Group neuerdings eine Software, die anhand gesammelter Daten die Zahl der Restaurantgäste vorhersagt. Somit können sie den Einkauf entsprechend gestalten und Food Waste vermeiden.

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