Distributed File System

Distributed File System (DFS) ist ein Dateisystem, bei dem Daten auf mehrere Orte verteilt sein können. Die deutsche Übersetzung ist verteiltes Dateisystem. Demgegenüber steht ein klassisches lokales Dateisystem. Bei letzerem werden alle Daten auf Medien gespeichert, welche direkt am Computer angeschlossen sind. Hingegen erfolgt beim verteilten Dateisystem der Zugriff über ein Netzwerk an Rechnern. Zudem ist die Speicherung der Daten auf mehrere Server verteilt.

Speicherpfade dank Distributed File System unverändert

Welches dieser Systeme man verwendet, hat für den Benutzer keine Auswirkungen. Im DFS führt man zwischen den tatsächlichen Pfaden der einzelnen Dateien und dem Endbenutzer eine zusätzliche logische Ebene ein. Das bedeutet, dass der Nutzer seine Daten stets an dem ihm bekannten Platz findet, auch wenn sich im Hintergrund Server und Speicherebenen ändern.

Das bekannteste verteilte Dateisystem ist das Distributed File System von Microsoft. Seit Windows NT 4.0 unterstützt Microsoft dieses Konzept in seinen Server-Betriebssystemen. Das Konzept selbst stammt allerdings nicht von Microsoft. Folglich gibt es noch einige weitere Anbieter. Beispielsweise bietet etwa das Hadoop Distributed File System die Vorteile eines verteilten Dateisystems im Big Data Umfeld.