Object Databases

Object Databases, zu deutsch Objektdatenbanken,  entstanden aus Forschungsarbeiten der frühen 1970er Jahre. Der Begriff Objektdatenbank selbst entstand 1985. Zuletzt ist das Interesse an ihnen im stetig wachsenden Umfeld von Big Data stark gestiegen. Inzwischen stoßen traditionelle Datenbanken in diesem Bereich an ihre Grenzen, wohingegen Objektdatenbanken mit ihren Vorteilen auftrumpfen.

Object Databases machen horizontale Skalierung möglich

In der Vergangenheit setzte man vor allem auf vertikale Skalierung. Dementsprechend kaufte man stärkere Server und mehr Lizenzen. Hingegen ist es mit der horizontalen Skalierung möglich, mehr Datenbank-Server oder Cloud-Instanzen zur Erweiterung hinzuzufügen. Dabei erbringen viele unterschiedliche Systeme die Gesamtleistung. Allerdings wirken diese nach außen wie eine Einheit. Obwohl eine solche Lösung auch mit relationalen Datenbanken möglich wäre, würde sie deutlich mehr Aufwand bedeuten.

Realtime auch bei großen Datenmengen

Herkömmliche Datenbanken bieten keine ausreichende Geschwindigkeit bei großen Datenmengen. Im Gegensatz dazu können Object Databases Daten problemlos in Echtzeit liefern.

Ergänzen im laufenden Betrieb

Die Dynamik der Datenbank ist eine zentrale Stärke von Objektdatenbanken. Das heißt, dass man neue Informationen im laufenden Betrieb ergänzen kann. Hingegen musste bei einer relationalen Datenbank in einem solchen Fall eine Anpassung mit anschließender Datenmigration stattfinden.

Sharding und Replikation

Durch die Verteilung der Daten auf mehrere Server erreicht man eine sehr hohe Ausfallsicherheit. Dabei kommen zwei Prinzipien zum Einsatz:

  • Sharding: Darunter versteht man die Methode zur Speicherung von Daten auf mehreren Servern.
  • Replikation: Dabei handelt es sich um die mehrfache Speicherung von Daten auf verschiedenen Servern. Demzufolge sind mehrere Kopien der Daten vorhanden. Somit hat der Ausfall eines Servers keine Konsequenzen, da man automatisch auf einen anderen zugreifen kann.

Unstrukturierte Daten

Objektdatenbanken können durch die Flexibilität der Datenbankstruktur auch unstrukturierte Daten schnell integrieren. Im Gegensatz dazu sind herkömmliche Datenbanken stark eingeschränkt, was die Form der verwendbaren Daten betrifft.

Kurzum bedeutet das, dass Standarddatenbanken für große Mengen einfach strukturierter Daten optimiert sind, während Objektdatenbanken komplexe Daten optimal verarbeiten.