R ist eine der führenden Programmiersprachen für statistische Berechnungen und damit verbundene Grafiken. Entwickelt haben sie 1992 die beiden Statistikern Ross Ihaka und Robert Gentleman an der Universität Auckland. Ihren Namen verdankt sie dem Anfangsbuchstaben der Vornamen ihrer Erfinder. Zudem lehnt sich dieser an die Programmiersprache S an, auf welche der Code aufbaut.

Die statistische Analyse und visuelle Aufbereitung sind ein integraler Bestandteil in der Data Science. Hier hebt sich R besonders durch die Option hervor, Daten für die Analyse aufbereiten zu können. Im Gegensatz zu anderen gängigen Programmiersprachen orientiert sich ihre Struktur zudem nicht an der Funktionsweise von Computern, sondern an der Denkweise von Menschen. Somit kann eine Problemstellung oft direkt eingegeben werden, ohne an künstliche Prozesse angepasst zu werden. Zudem schätzen die Anwender die vielseitigen visuellen Darstellungsoptionen.

Crowd Intelligence fördert Lösungen

Bei R handelt es sich um ein Open Source Projekt, das der GNU General Public License unterliegt. Dank diesem Umstand ist eine große, aktive Community an der steten Weiterentwicklung und einem raschen Wachstum beteiligt. Es werden laufend neue Erweiterungen erstellt und für andere Nutzer zur Verfügung gestellt. Zudem sind durch den offen gelegten Quellcode flexiblere Möglichkeiten zur Implementierung individueller Erweiterungen gegeben.

Zu den größten Vorteilen dieser Programmiersprache gehört das vorhandene Paket-Ökosystem: Neben den Basisfunktionen kann auf mehrere tausend bereits existierende Erweiterungspakete zur spezifischen Problemlösung zurückgegriffen werden. Diese findet man in einem zentralen Archiv, dem Comprehensive R Archive Network (CRAN). Der Hauptserver hierfür befindet sich an der Wirtschaftsuniversität Wien.

R in Big Data und Wirtschaft

Obwohl ursprünglich für die Wissenschaft entwickelt setzt inzwischen setzt die Wirtschaft zunehmend auf R und ihre zahlreichen Möglichkeiten. Sie wird unter anderem die Big Player wie Facebook, Twitter, Google, AirBnB oder Oracle genutzt. Facebook zieht die Sprache für Verhaltensanalysen heran, Google vertraut auf sie, wenn es um Werbewirksamkeit und Wirtschaftsprognosen geht.

R verfügt über Schnittstellen zu anderen Programmiersprachen und bietet die Möglichkeit, verschiedene Software zu integrieren. Daher kommt sie häufig bei Business Intelligence und Big Data Tools zum Einsatz.