Ruby ist eine vorrangig objektorientierte Programmiersprache. Eine ihrer Besonderheiten ist, dass in ihr alles ein Objekt ist. Das heißt, dass auch primitive Datentypen Objekte sind, was in den meisten anderen Programmiersprachen nicht der Fall ist. Dadurch kann man Programme mit weniger Programmieraufwand erstellen.

Entwickelt hat sie der Japaner Yukihiro „Matz“ Matsumoto im Jahr 1995. In Japan erfreute sich die Programmiersprache bereits seit der zweiten Hälfte der 1990er Jahre großer Beliebtheit. Im Westen ist sie seit den frühen 2000er Jahren bekannt. Ihr Name, zu Deutsch Rubin, ist eine Anspielung auf die Programmiersprache Perl. Überdies ist sie ein Open Source Projekt. Man verwendet sie häufig in Big Data Projekten.

Standardbibliothek und Unix-Schnittstelle

Für Ruby existiert eine große Standardbibliothek mit vielen fertigen Programmbausteinen. Des Weiteren verfügt sie über eine Schnittstelle für Unix. Dadurch kann man mit ihr einfach und effizient in einer Unix-Umgebung arbeiten. Sie beherrscht keine Mehrfachvererbung. In einer Mehrfachvererbung ließe sich bereits geschriebener Code wiederverwenden. Stattdessen gibt es das Konzept namens „Mixins“. Im Grunde genommen handelt es sich bei „Mixins“ um Codeklassen, die man anderem Programmiercode beimischen kann.

Ruby on Rails und Interpreter

In Ruby sind alle Klassen offen. Das heißt, dass man alle Programmiermethoden austauschen kann. Mit dem Framework Ruby on Rails ist sie stark als Skriptsprache auf Webservern im Einsatz. Da sie eine Interpretersprache ist, muss der Programmcode nicht kompiliert werden. Stattdessen muss der Computer, auf welchem der Code ausgeführt wird, über ein sogenanntes Interpreter-Programm verfügen. Erst dieses kann die geschriebenen Programme ausführen.